Der Magic Software Germany Blog

Montag, 5. März 2012

Mobilisierung von Unternehmensanwendungen

Strategie garantiert Erfolg


von Rainer Huttenloher (Midrange Magazin), basierend auf einem Betrag von Christian 
Huthmacher


Mit Windows Mobile, iOS und Android sind drei wichtige Mobilplattformen heutzutage aktuell, die Anwender mit ihren Smartphones und Tablets einsetzen. Wer damit den Zugriff von unterwegs auf seine Kernapplikationen im Unternehmen – ERP- aber auch CRM-Systeme – bekommen möchte, der muss seine Software entsprechend aufrüsten.
Der Zugriff auf die kritischen Unternehmensdaten über mobile Endgeräte stellt nicht nur die traditionellen Betriebs- und Sicherheitskonzepte der Unternehmen auf eine harte Probe.
Auch die Kernapplikationen – wie zum Beispiel die Software für das Enterprise Resource Planning (ERP) – müssen mit den neuen Systemen zurechtkommen. Als favorisierte Endgeräte gelten hier Smartphones (wie das iPhone, die Android-Geräte sowie die WindowsMobile-Systeme) sowie die Gattung der Tablets – allen voran das iPad. Aus den geometrischen Abmessungen dieser Geräte ergeben sich gänzlich andere
Herausforderungen an die Benutzerschnittstelle, wie sie vom Desktop her bei ERP-Applikationen bekannt sind. Denn die Nutzer erwarten auf ihren Smartphones/Tablets gänzlich andere Möglichkeiten, wie sie heutige ERPSysteme bieten.

Das Steuern der Applikation über das Endgerät wird über berührungsempfindliche Bildschirme und Gestiken abgewickelt. Doch wer seine Software um den mobilen Zugriff erweitern möchte, der sollte sich in den meisten Fällen um eine komplette Mobile-Strategie bemühen. Wer nur „mal schnell“ eine entsprechende HTML-Seite baut oder sich um die Entwicklung einer proprietären iPhone-App kümmert, der wird später vor der Komplexität kapitulieren. Denn es gilt mehrere Clients – mit unterschiedlichen Betriebssystemen zu unterstützen: Windows Mobile, Android, iOS und nicht zu vergessen Windows 7/Vista/XP für die herkömmlichen Desktops oder Notebooks.Zudem sind noch technische Herausforderungen zu meistern, wie etwa die Unterscheidung zwischen Online- und Offline-Betrieb des Endgeräts.
Denn noch immer gibt es Regionen, in denen keine Online-Verbindung über die Telefonnetze vorhanden ist. Eine weitere Aufgabe ist das Device Management – auch hier sind durch die gewonnenen Freiheitsgrade wichtige Aspekte abzudecken.

Ist dann der Zugriff auf die kritischen Unternehmensdaten machbar?


Ein Ausweg aus diesem Dilemma bietet der Einsatz von kompletten Software-Plattformen. Die Marktforscher bei Gartner haben dazu eine Regel aufgestellt: Jedes Unternehmen, das mehr als drei mobile Anwendungen braucht und dabei bis zu drei verschiedene mobile Betriebssysteme unterstützen möchte und mehr als drei Backend-Systeme „mobilisieren“ muss, braucht dazu eine passende Software-Plattform.

[...] Der Vorteile für die Softwareanbieter, die den mobilen Zugriff auf ihre Unternehmenssoftware einbauen möchten: Auf derselben technischen Basis lassen sich beliebige weitere mobile Anwendungen umsetzen. Das führt zu einem vertretbaren Aufwand für die Modernisierung.Die größten Vorteile einer mobilen Anbindung ergeben sich für Mitarbeiter im Unternehmen, die an keine festen Arbeitsplätze gebunden sind. Typischer Vertreter dieser Gattung sind Mitarbeiter in den Bereichen Service/Instandhaltung, Lager/Produktion/Auslieferung sowie die Vertriebsmitarbeiter im Außendienst. Vor allem die Offline-Fähigkeit mit anschließender Synchronisation (wenn die Systeme wieder die Anbindung an das betreffende Backend-System bekommen) erweist sich in diesem Zusammenhang als wichtig. Hier gelten die geringeren Fehlerquoten beim Arbeiten mit den Daten sowie die Beschleunigung von Geschäftsprozessen als Pluspunkte.[...]

Für das Umstellen der Backend Software sind drei Schritte nötig. Im ersten erfolgt die Auswahl einer Vorlage (Template) für den zu mobilisierenden Geschäftsprozess aus dem kompletten Vorlagenkatalog. Im zweiten Schritt haben die Entwickler die Vorlage im „Mobile Application Designer“ anzupassen. Dabei sind Datenfelder, Funktionsbausteine, die grafische Oberfläche sowie der Prozess-Flow anzupassen und so
die App zu erzeugen. Im finalen Schritt wird die fertige App auf das Endgerät übertragen. Dabei regelt der Player für die jeweilige Plattform die Kommunikation, die Anbindung der Peripherie etc.
Die Synchronisationskomponente der Mobil-Plattform ist im Falle einer ERP-Mobilisierung für die Sicherstellung des Offline-Einsatzes zuständig. Das Beispiel der Aufgaben eines Servicetechnikers soll die Zusammenhänge illustrieren. Es ist nicht immer garantiert, dass ein Servicetechniker vor Ort den Online-Zugang über das Mobilfunknetz zum Backend bekommt. Angenommen der Techniker muss Stammdaten zu Material, Kunde und Aufträgen lokal verfügbar haben, hat die Synchronisationskomponente diese
Infos bereitzustellen. Dazu kann er sich vorab die nötigen Daten auf das Endgerät laden. Dort werden dann lokal die Änderungen gemacht, die mit dem Backend-System dann vollkommen transparent synchronisiert werden, wenn der Kontakt mit dem Backend wieder gelingt.











Diesen und viele weitere interessante Artikel finden Sie im Midrange Magazin Ausgabe 02/2012