Der Magic Software Germany Blog

Donnerstag, 2. Februar 2012

Konsumerwelt bestimmt Kollaboration im Unternehmen


Social Media und Mobilität stehen auf Unternehmens-Agenda

von Maria Gomez (Midrange Magazin)



Via Social Media zum Social Business – diese Entwicklung wird sich bereits in diesem
Jahr durchsetzen. Dazu gehören nicht nur die modernen „Social-Techniken“, sondern auch
Ansätze wie das in den USA favorisierte „Bring Your Own Device“. Daraus ergibt sich für
die zusammenarbeit in Unternehmen eine komplett neue Struktur – die über die bestehenden IT-Umgebungen abzudecken ist.


Trends aus der Konsumentenwelt werden dieses Jahr beim Thema Kommunikation und Zusammenarbeit in die Unternehmenswelt Einzug halten.

Resultat: Mitarbeiter leben ihr digitales Lebensgefühl auch in ihren Jobs produktiv aus. Das hat für die Unternehmen zur Folge, dass sie sichere und zuverlässige Pendants für populäre Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Blogs nutzen müssen. Denn so werden sie ihren Mitarbeitern die passenden Tools für die Zusammenarbeit zur Verfügung stellen und auf diese Weise auch deren eigene Smartphones und Tablets in die Collaboration mit einbeziehen. Durchsetzen werden sich dabei flexible Bereitstellungswege wie etwa das Cloud Computing. Zudem zeichnet sich ab, dass die Anwender auf „spielerisches Denken“ und das Nutzerverhalten der Gaming-Welt auch bei Arbeiten im Unternehmen setzen und dies insgesamt zu einem produktiveren Arbeiten führen wird.Als übergeordneter Megatrend, der sich dieses Jahr verstärkt bemerkbar machen wird, gilt die „Consumerization of IT“.

Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich ein interessanter Ansatz:

Zum einen die Nutzung von privaten Computern und Handys für die Arbeit im Unternehmen (Stichwort BYOD – „Bring your own Device“).
Zum anderen gehören aber auch andere Gewohnheiten, Tools und Techniken dazu, die ihren Ursprung im Privatgebrauch haben.Via Social Media zum Social Business.

Vor sieben Jahren gab es noch kein Facebook, 2006 kannte noch niemand Twitter und über Wikipedia gab es noch vor fünf Jahren die verbreitete Meinung, dass die Informationen darin niemals so richtig und umfassend sein können wie etwa im Brockhaus. Heute nutzen über 500 Millionen Menschen weltweit Facebook. 77 Prozent der 100 größten Unternehmen sind auf Twitter aktiv und der IBM Computer Watson hat auch mit Hilfe des Wissens, das Wikipedia kostenlos zur Verfügung stellt, in einer Quizshow gegen Menschen gewonnen.Immer mehr Unternehmen ergreifen die Chance, dieses enorme Potenzial in Sachen Kommunikation, Wissensaustausch und Zusammenarbeit für ihr Unternehmen zu nutzen. Dabei verwandeln sie sich Schritt für Schritt in einen neuen Unternehmenstypus – in „Social Businesses“. Gemeint sind damit Unternehmen, die über sehr stark vernetzte Geschäftsbeziehungen verfügen und Social-Software sowohl innerhalb der Firewall als auch extern bei der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern integrieren.Diese Entwicklung wird zahlreiche Prozesse und Technologien erfassen: E-Mails werden nicht mehr als „eierlegende Wollmilchsau“ für zentrales Collaboration- und Content-Management-System missbraucht.

Stattdessen arbeiten die Menschen in Communities zusammen, dokumentieren ihre Projektfortschritte auf dem gemeinsamen Blog und bearbeiten Dokumente in der Cloud. Sie halten Best-Practices und anderes langzeitrelevantes Wissen in Wikis fest, erhalten kontextbezogene Leseempfehlungen, teilen Bookmarks und kommen zu neuen Ideen im großen und kleinen Maßstab aus der „Crowd“. Auch geben sie in ihrem Mitarbeiterprofil Auskunft zu ihren Kompetenzen und wo und wie man sie erreichen kann.
Und auch das traditionelle Schwarze Brett wird digital-sozial, zum Beispiel in Form internen Micro Bogging á la Twitter.Enterprise-Tablet-Saison heiter bis wolkig.Ein weiterer wichtiger Trend ist die wachsende Popularität von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Immer mehr Menschen wollen diese Geräte auch im Unternehmen für die Arbeit nutzen. Gegen diesen Trend sollten sich Unternehmen nicht stemmen: Wo Freizeit und Beruf mehr und mehr ineinander übergehen, sollte sich die zunehmende Flexibilität auch in der Wahl der Arbeitsmittel niederschlagen. Außerdem steigert der Umgang mit dem eigenen Lieblingsgerät die Motivation im Job. Immer mehr Chefs erkennen das: Laut einer IBM-Studie erlauben 73 Prozent der Geschäftsführer weltweit die Nutzung eigener Geräte im Unternehmen. Das erhöht auf der anderen Seite jedoch auch den Bedarf an Tools, die einerseits den gehobenen Leistungs- und Sicherheitsbedarf im Unternehmensumfeld erfüllen; anderseits sollten sie so praktisch, flexibel und benutzerfreundlich zu beziehen und zu nutzen sein wie etwa das Spiel Angry Birds.

Aus diesem Grund werden wir hier verstärkt Business-Tools für Tablets und Smartphones sehen, die der Nutzer aus der Cloud oder dem App-Store laden kann, und die etwas vom Privatvergnügen an den neuen Geräten in den Job übertragen.Der Spieltrieb wird produktiv genutzt. Am radikalsten äußert sich die Konsumerisierung der IT, wo Unternehmen den Spieltrieb ihrer Mitarbeiter wecken und für das Geschäft produktiv machen. Findige Anwendungen dieser Art werden dieses Jahr häufiger zu sehen sein. Typische Gaming-Mechanismen, die dabei zum Einsatz kommen, sind zum Beispiel Punktevergaben, Ranglisten, Stoppuhren, Wettkämpfe, Rätsel oder anderes.

Laut M2 Research kommen diese Techniken beispielsweise in den Bereichen User Engagement (47 Prozent), Brand Awareness (15 Prozent), Brand Loyality (22 Prozent), Motivation (9 Prozent) und Training (7 Prozent) zum Einsatz. [...]











Den kompletten und viele weitere interessante Artikel finden Sie im Midrange Magazin Ausgabe 02/2012